STERILISATION DER FRAU

Unterbindung der Eileiter oder Tubenligatur

 

WIRKSAMKEIT

99,5%*

 

OHNE HORMONE

 

KOMMT FÜR SIE IN BETRACHT …

wenn Sie keine (weiteren) Kinder haben möchten.

 

ACHTUNG

Schützt nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen.

* Quelle: Die Prozentangaben zur Wirksamkeit stammen von der WHO (2018)

WIE FUNKTIONIERT DIESE METHODE?

Die Eileiter, welche die Eizelle in die Gebärmutter transportieren, werden mit Clips abgeklemmt, durch Hitze verödet (Elektrokoagulation) oder mit einem Faden abgebunden (Ligatur). Ziel ist es, die Eizelle daran zu hindern, vom Eierstock in den Eileiter zu gelangen, um ein mögliches Zusammentreffen mit Spermien und damit eine Befruchtung auszuschließen. Hinweis: Die Ligatur der Eileiter verhindert nicht den Eisprung, sondern die Wanderung der Eizelle in Richtung Gebärmutter. 


Der Eingriff wird in einem Krankenhaus von einer Gynäkologin/einem Gynäkologen unter Vollnarkose durchgeführt und dauert etwa 30 Minuten. Dabei werden die Eileiter durch einen kleinen Schnitt im Bauchnabel mittels Bauchspiegelung (Schlüsselloch-Chirurgie) zugänglich gemacht. Anschließend werden die chirurgischen Instrumente zur Durchführung des Eingriffs eingeführt. Der Krankenhausaufenthalt dauert in der Regel zwischen 24 und 48 Stunden. In den Tagen nach der Operation ist der operierte Bereich empfindlich, und es können Schmerzen im Unterleib auftreten. Die empfängnisverhütende Wirkung tritt sofort ein, jedoch sollte in der Woche nach der Operation auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Die Rekonvaleszenz dauert im Durchschnitt eine Woche.

Da die Tubenligatur den Eisprung nicht verhindert, läuft der Zyklus mit seinen verschiedenen Phasen und der Regelblutung anschließend wie gewohnt ab. Die unbefruchtete Eizelle wird vom Körper resorbiert. Dies ist ein natürlicher Vorgang, der keine Risiken birgt. Der Abbau unbefruchteter Eizellen geschieht unabhängig davon, ob eine Tubenligatur durchgeführt wurde oder nicht. Die Tubenligatur hat keinerlei Einfluss auf das sexuelle Lustempfinden.  

Diese Methode gilt als endgültig und irreversibel; es ist anschließend nicht mehr möglich, Kinder zu bekommen, ohne sich einem chirurgischen Eingriff oder einer künstlichen Befruchtung (medizinisch unterstützte Fortpflanzung) zu unterziehen. Die Erfolgsaussichten einer Operation zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Eileiter sind gering.

INTERESSANTE ZAHLEN UND DETAILS

WIE WIRD EINE TUBENLIGATUR DURCHGEFÜHRT?

SCHRITT 1

Suchen Sie zunächst Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt auf. Nutzen Sie die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mehr über die Methode zu erfahren. In Luxemburg gibt es keine obligatorische Bedenkzeit vor der Durchführung einer Tubenligatur, daher variiert die Wartezeit bis zur Operation je nach Ermessen bzw. Verfügbarkeit der Gynäkologin/des Gynäkologen. 


SCHRITT 2

Zum vereinbarten Termin begeben Sie sich ins Krankenhaus. Dort wird die etwa 30-minütige Operation unter Vollnarkose durchgeführt. 


SCHRITT 3

Nach Abschluss der Operation ist es manchmal notwendig, im Krankenhaus zu bleiben. Die Genesung dauert mehrere Tage.  


SCHRITT 4 

Die Person ist von nun an unfruchtbar. 

WO WIRD DIESER EINGRIFF DURCHGEFÜHRT?

Hôpital

Im Krankenhaus

Die Tubenligatur oder Unterbindung der Eileiter wird im Krankenhaus von einer Gynäkologin/einem Gynäkologen durchgeführt. Es handelt sich dabei um einen chirurgischen Eingriff unter Vollnarkose. In Luxemburg kostet dieser durchschnittlich 4.000 €; der Tarif kann jedoch variieren. Die Krankenversicherung (CNS) erstattet die Kosten für die Sterilisation nicht, es sei denn, dass eine medizinische Indikation vorliegt und die vorherige Genehmigung des kontrollärztlichen Dienstes der Sozialversicherung erfolgt ist.

La ligature des trompes

Ist die Ligatur der Eileiter reversibel?

Die Ligatur oder Unterbindung der Eileiter wird als „dauerhafte Empfängnisverhütung“ bezeichnet, da sie in den meisten Fällen nicht rückgängig gemacht werden kann. Bei manchen Personen kann eine Operation zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Eileiter durchgeführt werden. Da diese jedoch einen Durchmesser von weniger als einem Millimeter haben, garantiert die Operation keine Rückkehr der Fruchtbarkeit und ist zudem recht kostspielig (zwischen 31 % und 92 % Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft). Der Erfolg der Operation hängt auch von anderen Faktoren ab, wie z. B. dem Alter, der für die Sterilisation verwendeten Methode, der für die Refertilisation verwendeten Methode usw.).

Die Tubenligatur ist daher als irreversibel zu betrachten.

Verursacht das Verfahren Schmerzen?

Die Ligatur der Eileiter wird mittels Bauchspiegelung unter Vollnarkose durchgeführt. In manchen Fällen kann sie auch als Bauchoperation vorgenommen werden. Während des Eingriffs empfindet man keine Schmerzen. In der Woche nach der Operation, manchmal auch länger, können hingegen Unwohlsein, Schmerzen und Krämpfe auftreten. Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann Ihnen jedoch Medikamente verschreiben, um die Schmerzen zu verringern. Wenn Sie Angst vor Schmerzen haben, dann sprechen Sie darüber mit einer ärztlichen Fachperson.

Wie lange dauert die Genesung?

Es wird empfohlen, sich in der Woche nach der Operation auszuruhen. Halten Sie die Wunde sauber und vermeiden Sie Kratzen und eine übermäßige Wassereinwirkung. Zudem sollten Sie in der Woche nach der Operation auf Geschlechtsverkehr verzichten. Wenn Sie Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin/Ihren Arzt.

Wirkt sich eine Tubenligatur auf die Libido aus?

Nein. Die Tubenligatur hat keinerlei Einfluss auf das sexuelle Verlangen. Sie können wie vor dem Eingriff Geschlechtsverkehr haben.

Werde ich weiterhin eine Regelblutung haben?

Ja. Hinsichtlich der Menstruation ist nach einer Eileiterligatur keine Veränderung zu erwarten. Wenn Sie eine hormonelle Verhütung absetzen und eine Eileiterligatur durchführen lassen, kehren Sie zu Ihrem natürlichen hormonellen Zyklus zurück; damit tritt auch wieder eine Regelblutung ein – wie vor der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel.

Erhöht eine Tubenligatur das Risiko einer ektopischen (extrauterinen) Schwangerschaft?

  • Bei einer ektopischen Schwangerschaft nistet sich die befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutter ein (z. B. im Eileiter). Dies kann gefährlich sein; die Schwangerschaft kann nicht ausgetragen werden und es können starke innere Blutungen auftreten, die als Notfall behandelt werden müssen. 

Nein. Im Gegenteil: Die Tubenligatur verringert sogar das Risiko einer Eileiterschwangerschaft. Das Risiko liegt bei 0,06 % (6 ektopische pro 10.000 Schwangerschaften) für Personen mit einer Eileiterligatur im Vergleich zu 0,65 % (65 ektopische pro 10.000 Schwangerschaften) für Personen ohne Ligatur.

Die Häufigkeit ektopischer Schwangerschaften steigt leicht an, wenn eine Ligaturoperation fehlschlägt, d. h. wenn trotzdem eine Schwangerschaft eintritt, oder wenn eine Operation zur Wiederherstellung der Fruchtbarkeit durchgeführt wurde.